Facebook Twitter LinkedIn

Expedeon ist ein Unternehmen, das in einem extrem komplexen und sich rasch verändernden Umfeld mit den branchenüblichen Risiken und Sachzwängen agiert.

Expedeon definiert den Begriff Risiko als eine Gefahr, die das Unternehmen daran hindert, seine Ziele zu erreichen und die anvisierten Strategien zu implementieren.

Nach Auffassung von Expedeon sind verschiedene Instrumente nötig, um ein effektives Risikomanagement-System aufzubauen:

  • Risikopolitik
  • Organisatorische Struktur (Interessenvertreter, Verantwortlichkeiten etc.)
  • Operative Struktur (Abläufe, Instrumente, Dokumentation etc.)

Wir sind der Auffassung, dass Expedeon erhebliche Wettbewerbsvorteile erzielt, wenn das Unternehmen nur kontrolliert Risiken eingeht. Für Expedeon ist es wichtig, dass das Risikomanagement aktiv betrieben und verwaltet wird und es als eine zusätzliche Kontrollgröße akzeptiert wird. Wir sehen das Risikomanagement als einen Beitrag insbesondere zum Wert der operativen Bereiche von Expedeon.

Risikopolitik

Die Wirksamkeit eines Risikomanagementsystems wird beeinflusst durch die Risiko- und Kontrollkultur, die sich in den Fähigkeiten, der Einstellung und im Verhalten der Angestellten manifestiert. Die Unternehmenskultur ist die gemeinsame Basis für jedes Detail im Risikomanagementsystem. Dies ist definiert als die gemeinsamen und grundlegenden Werte und Standards, die das Verhalten der Angestellten bestimmen. Expedeon hat sich zum Ziel gesetzt, eine starke Firmenkultur aufzubauen, die sich als ungeschriebene grundsätzliche Richtlinie eignet. Die Grundprinzipien einer unternehmensweiten Risikokultur werden unten aufgeführt.
Expedeon hat sich einer Risikopolitik verpflichtet, die auf dem Konzept basiert, dass Geschäfte ehrlich, fair und legal ablaufen. Wir erwarten von allen Mitarbeitern der Expedeon und ihrer Tochtergesellschaften, dass sie unsere hohen Anforderungen an die moralischen, ethischen und rechtlichen Standards teilen.
Expedeon ist sich der Tatsache bewusst, dass der Erfolg des Unternehmens eine Reflektion der Professionalität, des Verhaltens und der verantwortungsbewussten Einstellung seines Managements und seiner Angestellten ist. Aus- und Weiterbildung der beruflichen und persönlichen Fähigkeiten sind entscheidend für den Erfolg.
Expedeon hat sich auf eine Politik der Chancengleichheit für alle festgelegt. Daher wird Expedeon alle Angestellten angemessen belohnen, die sich durch Eigeninitiative, Fleiß und Loyalität auszeichnen, und fördert die kontinuierliche Verbesserung insbesondere der beruflichen Fähigkeiten durch Schulungen auf allen Ebenen des Unternehmens. Expedeon ist bestrebt, alle nachteiligen Auswirkungen und internen Probleme, die sich aus seinen Geschäftsaktivitäten ergeben, anzugehen.

Die Organisationsstruktur

Der Vorstand bildet die übergreifende Autorität für das Risikomanagement und trägt die Verantwortung für die Kontrolle der Risiken und für diejenigen Maßnahmen, die als Reaktion auf diese Risiken getroffen werden. Die Hauptfaktoren, die das Expedeon-Management steuern will, sind:

  • Die Intressenvertreter und ihre Verantwortlichkeiten (Organisationsstruktur des Unternehmens)
  • Die Risikobewertung und -dokumentation und der Risikomanagementprozess (operative Organisation)

Die Hauptrolle im Risikomanagement-System fällt dem Risikoverantwortlichen zu. In der Regel sind dies die Mitglieder des Vorstandes, die Vizepräsidenten oder Direktoren, die für ein bestimmtes Risikogebiet verantwortlich sind. Für die angemessene Kontrolle der Risiken implementiert jeder Risikoverantwortliche seine eigene Risikomanagement-Organisation und die entsprechenden Prozesse innerhalb seines Verantwortungsbereichs. Die Risiken müssen in Einklang mit den Prüfrichtlinien bewertet und Gegenmaßnahmen gegen diese Risiken entwickelt werden. Dieser Prozess muss mindestens auf Quartalsbasis erstellt und dokumentiert werden; das Dokument muss mit dem Risiko-Controlling diskutiert werden.

Der Vorstand muss durch das Risiko-Controlling regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden und er muss den Prozessen in dokumentierter Form zustimmen. Andererseits muss das Risiko-Controlling eine sorgfältige und gründliche Ausrichtung auf diese Prozesse sicherstellen. Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und unabhängigen Kontrolle des Risikomanagementsystems finden regelmäßige Prüfungen unter der Aufsicht des Vorstands statt, um eine optimale Umsetzung des Risikomanagements und eine kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

Diese Prozesse und organisatorischen Abläufe werden weiter unten detailliert beschrieben.

Die operative Struktur

Der grundlegende Risikomanagement-Prozess der Expedeon ist so einfach wie möglich gehalten. Expedeon unterscheidet fünf Hauptakteure in diesem Prozess: Vorstand, Aufsichtsrat, die Risikoeigner, die Mitarbeitergemeinschaft und das Risiko-Controlling.

Der Vorstand ist für den gesamten Risikomanagementprozess verantwortlich, insbesondere für die Erstellung der Richtlinien und der Regeln der Prozesse. Auf der Grundlage der geltenden Gesetze delegiert der Vorstand die Verantwortlichkeiten für die Risikokontrolle, -analyse und auswertung sowie für die Durchführung von Gegenmaßnahmen an den jeweiligen Risikoeigner und an das Risiko-Controlling. Dennoch bleibt der Vorstand dafür verantwortlich, Expedeon vor allen möglichen Risiken, die das Unternehmen bedrohen, zu bewahren. Dazu ist der Vorstand für das Gesamtrisikomanagementsystem, für den Bewertungsprozess, insbesondere für die Schwellenwerte in der Bewertung, für die Dokumentation und die Durchführung von Vergeltungsmaßnahmen zum Ausgleich und zur Gegensteuerung schwerer Risiken verantwortlich. Der Expedeon-Vorstand geht davon aus, dass jeder Angestellte daran interessiert ist, Risiken vom Unternehmen fernzuhalten und zieht dafür alle in die Verantwortung. Die Risikoverantwortlichen sind für die Sammlung von Vorschlägen der Angestellten und für eine gründliche Bewertung der Risiken zuständig. Es liegt in ihrem Ermessen, den besten Weg hierfür zu wählen. Der Prozess muss dokumentiert werden und die dokumentierten Risiken sind an den Vorstand zu berichten.